„Von der Schwierigkeit, seine Stiefkinder zu lieben“

„Von der Schwierigkeit, seine Stiefkinder zu lieben“
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Sind Stiefkinder eine Belastung oder eine Bereicherung? Diese Frage stellt Autorin Kathrin Wittwer. Eine Antwort gibt sie nicht, denn letztlich müssen Stiefeltern ganz einfach damit klarkommen, dass die Kinder da sind. Dafür zählt die Autorin häufig auftauchende Probleme auf und nennt Tipps. Sie bezieht sich dabei unter anderem auf den dänischen Pädagogen und Buchautor Jesper Juul sowie auf die Familientherapeutin und Buchautorin Verena Krähenbühl, die sich schon seit mehreren Jahrzehnten mit Stieffamilien beschäftigt.

„Wenn man eine Heilige ist, dann null Problemo!“

Seit Paula* Stiefmutter ist, versteht sie die Gefühle der bösen Stiefmütter in den Märchen immer besser. Dabei sieht sie ihre drei Stiefkinder nur ganz selten und versteht sich sogar gut mit ihnen. Doch bei jedem Treffen reißt sich die 37-Jährige den Kindern zuliebe zusammen, damit sie nicht mitbekommen, wie es ihr eigentlich geht. Sie unterdrückt dann ihre Gefühle: Eifersucht und Angst. Sie hat große Schwierigkeiten, die eigene Rolle zu finden, und fühlt sich von ihrem Mann zu wenig unterstützt. Bis zum Interview für diesen Text hat sie noch nie jemand gefragt, wie es ihr in ihrer Situation als Stiefmutter geht.

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