Interview: „Meine Stiefkinder sind meine Herzenskinder!“

Schon ihre eigene Mutter sammelte Erfahrungen als Stiefmutter. Seit wenigen Monaten lebt nun auch Nina mit ihrem Partner und ihren beiden Stiefkindern zusammen. Die 37-Jährige sagt, ihre Stiefkinder seien ihre Herzenskinder. Konflikte gibt es selten. Ihr Geheimrezept: Das Paar hat gute Unterstützung von der Familie und kann so viel Zeit zu zweit einplanen.

Wie bist du zur Stiefmama geworden?

Ich habe meinen Partner kennengelernt, als die Scheidung schon lief. Dann wurde es recht bald etwas Festes, und dann wollte er auch bald, dass ich seine beiden Kinder kennenlerne, die bei ihm wohnen. Da hat er nicht lange gefackelt, weil er nicht wollte, dass wir uns irgendwie heimlich treffen müssen. Das war natürlich total aufregend für mich, die beiden Mäuse kennenzulernen. Die sind 6 und 7 Jahre alt. Fazit bis jetzt: Das haben wir eigentlich ganz gut zusammen hingekriegt.

Wie war denn das erste Kennenlernen der Kinder?

Ich war total aufgeregt, das war wie vor einem ersten Date. Die Kleine hat beim Abendbrottisch gleich losgeplappert und von ihrer Schule erzählt. Sie waren beide eigentlich ganz aufgeschlossen mir gegenüber. Ich habe gar nicht so viel gesagt, sondern erstmal mehr zugehört. Es fühlte sich irgendwie gut an, so zu viert. Das ist jetzt über ein Jahr her.

„Ich fühle mich wie eine Pionierin!“

Ihr wohnt jetzt seit ein paar Monaten zusammen. Hattest du Angst vorm Zusammenziehen?

Ich habe meinem Freund gesagt, ich möchte alles für Euch machen, aber ich möchte nicht die letzte Geige spielen. Das kann ich glaube ich nicht, dass ich die Letzte bin, die irgendetwas zu entscheiden hat. Man muss ja auch ein bisschen für sich selbst sorgen. Das war meine Sorge vor dem Zusammenziehen.

Auf deinem Blog „Lippy Answer“ hast du geschrieben, dass du dich wie eine Pionierin fühlst. Warum ist das so?

Für mich ist das totales Neuland. Ich musste mich 37 Jahre lang immer nur im mich selbst kümmern und nicht um Kinder. Dadurch, dass die Kinder bei uns leben, habe ich schon das Gefühl, dass es etwas anderes ist, als wenn man einen Partner hat, der seine Kinder alle paar Wochen sieht. Von daher habe ich überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten und mache es glaube ich, wie alle Eltern es machen, egal ob leiblich oder nicht: Ich versuche einfach, das Richtige zu machen, so gut wie ich kann.

„Ich lieb die Kinder wirklich richtig doll!“

Wie ist deine Beziehung zu den Kindern inzwischen?

Ich habe ein total tolles Verhältnis zu den Kindern. Wirklich unbeschönigt. Von Anfang an habe ich einfach das Gefühl gehabt, dass das zwei ganz tolle Menschen sind. Ich habe sie gar nicht nur als seine Kinder gesehen, sondern versucht, sie – das klingt vielleicht pathetisch, aber: – sie als so kleine Persönlichkeiten ernst zu nehmen und kennen zu lernen. Ich habe versucht, mich so natürlich zu verhalten, wie es geht, und mich auch nicht übermäßig aufzudrängeln oder sie mit Geschenken zu bewerfen oder so. Wir haben uns dann eine ganze Weile kennengelernt, und jetzt sind wir richtig zu viert. Die Kinder sind mir auch voll ans Herz gewachsen, ich lieb die wirklich richtig doll! Wenn wir so zu viert herumlaufen, habe ich das Gefühl, dass alles normal so ist. Alle denken immer, ich bin die Mama.

Fühlst du dich denn manchmal wie eine echte Mama?

Ja, eigentlich die ganze Zeit. Wenn man ein großes Herz hat und man das Glück hat, dass die Kinder einen mögen und dass man sie selbst auch mag – das muss ja nicht automatisch so sein – dann hat man schon gute Voraussetzungen, dass es funktioniert.

Das Witzige ist, dass meine Mutter fast genau dasselbe erlebt hat wie ich, denn meine Schwester ist meine Halbschwester. Als meine Mutter meinen Vater kennenlernte, war meine Schwester 6 Jahre alt. Sie wohnte auch bei ihm und nicht bei ihrer leiblichen Mutter. Das heißt, meine Mutter kennt das irgendwie alles schon, und ich kann gut mit ihr drüber quatschen. Die Geschichte wiederholt sich so ein bisschen.

Nicht darüber nachdenken, was andere sagen.

Hat deine Mutter dir einen bestimmten Tipp mit auf den Weg gegeben?

Meine Mutter hat gesagt: Wenn ich Mamasachen mit den Kindern mache und die Kinder lieb habe wie die Mama, dann bin ich auch ihre Mama. Wenn die Exschwiegermutter zum Beispiel sagt, sie hätte es aber lieber, dass ich irgendwas soundso mache, dann soll ich ruhig sagen: „Du, pass mal auf, wir leben hier zusammen, und ich bin zwar nicht die leibliche Mutter, aber irgendwie bin ich auch ihre Mutter, und wir entscheiden jetzt, wie wir das möchten.“ Sie meinte, ich solle mich da ganz selbstbewusst positionieren und mir gar nicht groß drüber Gedanken machen, was andere sagen.

Wie ist dein Verhältnis zu der Exfrau deines Partners, zur leiblichen Mutter?

Ich habe seine Exfrau noch gar nicht so oft gesehen. Die Organisation läuft schon eher über meinen Partner. Aber ich habe schon das Gefühl, dass sie mir wohlgesonnen ist. Wir haben uns auf einem Geburtstag der Kleinen kennengelernt. Ich habe mich gefragt, ob das vielleicht ein bisschen viel für sie ist. Für mich war es total viel, die Kinder, die Exschwiegereltern, und dann die Exfrau. Aber sie war total freundlich zu mir. Und ich dachte, wenn sie nett zu mir ist, bin ich nett zu ihr, egal, was zwischen meinem Partner und ihr war und wie die beiden miteinander umgehen. Es kann ja nur gut sein für mich, wenn da nicht noch zusätzlicher Stress ist.

Hast du kein Konkurrenzgefühl ihr gegenüber oder sowas?

Ich denke, wenn die Kinder nicht bei uns wohnen würden, dann wäre das nochmal was anderes. Wer weiß, ob ich dann überhaupt so eine intensive Beziehung zu den Kindern hätte. Aber ich merke schon, wenn sie sagen „Ich vermisse Mama, wir haben sie auch schon so lange nicht gesehen“ oder irgendwas von ihr erzählen, dann kommt es mir wieder so schlagartig ins Gedächtnis: Stimmt, da ist ja noch wer! Das sind ja eigentlich nicht deine eigenen. Aber dann versuche ich, das wieder zu verdrängen. Ich will den Kindern kein schlechtes Gewissen machen oder so, dass sie nicht darüber reden dürfen.

Das heißt, die Kinder spielen Euch nie gegeneinander aus? Oder hattest du schon solche Situationen, wo sie sagen: Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nicht meine richtige Mama?

Das hatte ich Gott sei Dank noch nicht. Ich glaube, da würde ich umfallen. Es gab letztens eine Situation, da waren die beiden traurig, weil das Haus verkauft wurde, in dem sie früher zusammen gewohnt haben. Da waren sie schlecht drauf, kamen nach Hause, haben gar nicht richtig Hallo gesagt, sind gleich in ihr Zimmer gegangen. Da habe ich natürlich auch gedacht: Was ist denn jetzt los? So eine Situation kenne ich ja noch gar nicht mit denen.

Es ist doch nicht alles so einfach.

Gab es noch andere ähnliche oder schwierige Situationen?

Einmal war der Kleine auf einen Geburtstag eingeladen. Die Exschwiegermutter war auch da, also die Oma. Die Mutter, die eingeladen hatte, hieß auch Nina und sagte: „Ach, die heißt ja wie ich!“ Da hat der Kleine ohne nachzudenken geantwortet: „Ja, das habe ich auch schon gesagt, voll witzig, meine Mutter, die heißt ja auch Nina.“ Ich habe mich total gefreut und dachte, das ist ja toll, das hat er ja noch nie gesagt, wollte aber auch nicht zu übertrieben fröhlich reagieren. Aber die Oma hat es gehört und es ihrer Tochter erzählt. Die hat dann vor den Kindern angefangen zu weinen.

Wie haben die Kinder darauf reagiert?

Die Kinder waren natürlich verunsichert, und dachten „Dürfen wir das jetzt nicht sagen, oder war das jetzt falsch?“. Das war eine der wenigen Situationen, wo ich dachte: Oh je. Es ist doch nicht alles so einfach.

Wir haben mit den Kindern nochmal länger drüber geredet. Wir haben ihnen gesagt, das Wichtigste ist: Die Familie wird nicht kleiner, die Familie wird größer. Es kommen halt Leute dazu. Mein Eltern kommen dazu. Ihr habt sozusagen, wenn Ihr wollt, nochmal Oma und Opa. Ich komme dazu, und wenn man jemanden lieb hat, dann ist das erstmal nichts Schlimmes, und nichts, wo man ein schlechtes Gewissen haben muss. Und sie müssen natürlich auch nicht Mama zu mir sagen oder so. Aber sie haben von Anfang an immer gefragt: Haben wir denn jetzt zwei Mamas?

Und, haben Sie zwei Mamas?

Manchmal bin ich schon traurig und denke, hm, naja, du bist ja doch nicht die richtige Mutter. Hoffentlich wird es nie so sein, dass sie das mal sagen: „Du bist ja nicht unsere Mama, geh weg.“ Oder so. Da bin ich schon nah am Wasser gebaut. Ich glaube, das wäre eine echte emotionale Herausforderung. Neulich sind wir auf eine Messe gegangen, da haben die Kinder ganz oft gerufen „Nina, Nina, guck mal, guck mal!“, wollten Händchen halten und kuscheln. Da ist mir richtig das Herz aufgegangen. Das hat mich wieder etwas entschädigt für die Situation, wo ich traurig war, weil der Kleine ein schlechtes Gewissen hatte, weil er mich Mama genannt hatte.

„Ich bin um das Wickeln und um das Gebären drumrum gekommen.“

Du hast noch keine leiblichen Kinder. Darf ich fragen, ob ihr gern noch welche zusammen haben wollt?

Ich habe eigentlich nichts dagegen. Aber ich finde es jetzt schon ganz spannend, von heute auf morgen erstmal zwei große Kinder zu haben. Ich sage zu Freundinnen scherzhaft: Ich bin um das Wickeln und um das Gebären drumrum gekommen. Jetzt möchte ich mich erstmal noch ein bisschen auf diese neue Familiensituation konzentrieren, bevor wir sofort loslegen und noch ein Kind dazu kommt. Aber es ist auf keinen Fall ausgeschlossen.

Kennst du andere Stiefmütter, mit denen du dich austauschen kannst?

Nein, gar nicht. Neulich kam eine Doku im Ersten über Stiefmütter. Die habe ich zusammen mit meinem Partner gesehen, und wir waren relativ erschrocken darüber, was es bei anderen für Probleme gibt.

Gibt es bei euch denn auch echte Konflikte?

Es ist tatsächlich sehr harmonisch. Das klingt jetzt vielleicht langweilig, aber ich bin sehr froh darüber. Wir sprechen sehr viel miteinander, über die Kinder und ihre Persönlichkeiten, über die Schule. Ich möchte alles wissen und an allem teilhaben. Wir besprechen alles und versuchen, wie eine Einheit vor die Kinder zu treten und nicht vor denen über irgendwelche Erziehungsfragen herumzudiskutieren.

Zweitmama, Bonusmama, Halbmama – „Da bin ich eigentlich mit allem einverstanden.“

Wie ist das bei euch: Holst du die Kinder manchmal auch von der Schule ab? Gehst du auch mal zum Elternabend mit?

Durch meine Arbeitszeiten konnte ich die Kinder erst ein paar Mal abholen. Das Abholen fand ich immer ganz toll, weil sie auf mich zugelaufen kamen und „Nina“ gerufen haben. Sie haben sich gefreut und nicht gesagt: „Hey, was holt die uns denn jetzt ab“. Beim Elternabend haben wir uns aufgeteilt, weil beide Elternabende gleichzeitig stattfanden. Vorher hatte ich da gar nicht drüber nachgedacht, ob ich das überhaupt machen darf. Es war total spannend. Ich saß total aufgeregt da und dachte „ogottogott!“. Aber ich glaube, das ist niemandem aufgefallen.

Das heißt, du musstest nicht in einer Vorstellungsrunde sagen „Ich bin die Stiefmutter“, und dann gucken alle doof.

Nee, da hatte ich Glück. Da hatte ich auch schon drüber nachgedacht. Wir fragen auch immer die Kinder, was wir sagen sollen. Sie sehnen sich danach, alles einzuordnen und alles mit einem Begriff zu versehen, damit sie einfach wissen, was los ist. Die schwanken so ein bisschen zwischen „Zweitmama“ und „Bonusmama“ und „Halbmama“. Da bin ich eigentlich mit allem einverstanden.

Und wie nennst du dich selbst?

Naja, eigentlich mache ich da gar keinen Unterschied. Ich sage dann schon, ich bin die Mama. Oder Zweitmama. Oder Stiefmama. Einen richtig schönen Begriff gibt es eigentlich nicht. Ich sage, dass die Kinder meine Herzenskinder sind. Ich habe sie zwar nicht unter dem Herzen getragen, aber sie liegen mir am Herzen. Und ich finde das eigentlich eine ganz schöne Beschreibung.

Für Stiefmütter ist es wichtig, dass der Partner hinter ihnen steht.

Hast du Tipps für andere Stiefmütter, weil es bei euch ja anscheinend ganz gut klappt?

Ich denke mal, eine gute Basis ist, wenn man einen Partner hat, der hinter einem steht und der auch möchte, dass man so eine Art Mama für die Kinder ist. Und ansonsten vielleicht einfach mal laufen lassen. Die Kinder langsam kennenlernen und nicht zu viel erwarten. Und alles, was dann kommt, darüber kann man sich dann einfach nur freuen.

Du sagst, eine gute Basis ist ein Partner, der hinter einem steht. Steht dein Partner so hinter dir?

Ja, Gott sei dank. Er findet es schön, so als Familie zu viert. Es ist so eine normale Familiensituation, man steht auf, man frühstückt zusammen, und dann gehen die Kinder zur Schule, und abends kommt man wieder zusammen, und dann machen die Kinder Hausaufgaben. Ich glaube, wenn man den Kindern nicht vormacht, dass das jetzt was total Komisches oder Spezielles ist, sondern einfach seinen Alltag zusammen lebt, dann gibt es den Kindern viel Sicherheit.

Du machst das schon!

Spürst du als Stiefmutter manchmal von außen irgendeine Art Erwartungsdruck?

Meine Eltern haben immer zu mir gesagt: „Nina, du machst das schon!“ Damit bin ich aufgewachsen, dass ich einfach versuche, es so gut wie möglich zu machen. Und der Erwartungsdruck, tja, keine Ahnung. Ich denke mal, die Exschwiegereltern erwarten gar nicht so viel. Und meine Eltern freuen sich einfach total. Sie haben die Kinder kennengelernt, Zeit mit ihnen verbracht und verstehen sich super mit ihnen. Sie sagen: „Die Kinder gehören zu dir, und du gehörst zu uns, also gehören die Kinder jetzt auch zu uns. So!“

Das ist ja super!

Aber ich frage meine Mutter auch schon ab und zu: Wie hast du es denn gemacht? Ein bisschen praktische Tipps, die sind schon hilfreich.

Keine Position in der Familie ist so schwer wie die der Stiefmutter.

Du hast gesagt, dass die Geschichten anderer Stiefmütter dich geschockt haben. Wie beeinflusst dich das?

Ich habe vor allem an die anderen Stiefmütter gedacht. Wenn zum Beispiel die ehemalige Partnerin Stress macht oder die Kinder sich nicht trauen, eine Beziehung zur Stiefmutter aufzubauen, weil sie Gewissensbisse gegenüber der Mutter haben. Bei solchen Geschichten merke ich, wie viel Glück ich habe. Denn es gibt ja eigentlich keine Position in der Familie, die so schwer ist wie die einer Stiefmutter. Es ist wirklich eine emotionale Herausforderung. Also Hut ab vor allen Frauen, die da trotzdem mit Herzblut rangehen und versuchen, ihr Bestes zu geben!

Über die Exfrau redest du nicht so viel. Du lebst in dem „Luxus“, dass sich dein Partner um die ganze Orga kümmert und das von dir fernhält. Bist du trotzdem irgendwie eifersüchtig auf sie oder auf die Vergangenheit?

Sie hat die Kinder schon gesehen, als sie klein waren und wie sie laufen gelernt haben. Das habe ich natürlich alles nicht gehabt. Das ist schon eine Sache, weswegen ich auch eigene Kinder haben möchte. Ich will von Anfang an dabei sein, alles mitkriegen, die Kinder prägen.

Ansonsten ist die leibliche Mutter für mich eigentlich fast gar nicht präsent. Sie möchte halt die coole Mami in der Stadt sein, aber sie möchte nicht die Mami sein, die Pausenbrote schmiert und die ganze Nacht am Bett sitzt, wenn es den Kindern schlecht geht. Ich weiß nicht, ob das jetzt nur eine Phase ich. Ich will ihr nichts Negatives unterstellen. Vielleicht ändert sich das auch noch und ist in einem Jahr völlig anders. Aber momentan habe ich wirklich den Luxus, dass ich schalten und walten kann, wie ich möchte.

Das heißt, wenn du eifersüchtig bist, dann bezieht sich das nur auf die Kinder und nicht auf deinen Freund?

Ja. Es ist schon manchmal hart zu hören, wenn die Kinder die Mutter vermissen. Aber da muss ich erwachsen sein. Die Kinder kommen zu mir kuscheln, sie erzählen mir ganz aufgeregt von ihrem Tag und beziehen mich in alles ein. Ich denke mal, mehr kann man sich nicht wünschen, wirklich nicht.

Zeit zu zweit

Hast du irgendwann mal eine unbeschwerte Anfangszeit mit Zeit nur zu zweit vermisst?

Wir hatten viel Zeit zusammen, auch ohne die Kinder. Wir hatten wirklich viel Support. Auch jetzt noch. Wir haben manchmal fast ein ganzes Wochenende, auch mal einen Tag unter der Woche, wo wir einen Tanzkurs machen oder Essen gehen können oder wir uns einfach einen gemütlichen Lümmeltag auf der Couch machen. Und ich glaube, das ist wirklich das Geheimrezept: Immer auch Zeit allein mit dem Partner nehmen! Um zu wissen, warum man das alles durchsteht und um Kraft zu schöpfen.

Gibt es irgendetwas, was du dir für die Zukunft wünschst für deine Patchworkfamilie?

Was ich ganz allgemein vermisse, ist eine klare rechtliche Stellung für Stiefmütter. Ob ich jetzt mit den Kinder 24/7 zusammen lebe oder nicht, das ist dem Gesetzgeber relativ wurscht. Ich bin in den Augen des Gesetzgebers niemand. Ich wüsste jetzt auch gar nicht, wenn – Gott bewahre – die Kinder ganz schlimm krank wären und ins Krankenhaus müssten, ob ich dann ohne meinen Partner überhaupt zu ihnen dürfte.

Was ich mir sonst wünsche ist, dass wir eine harmonische Familie sind, dass die Kinder in erster Linie ohne Gewissensbisse glücklich aufwachsen. Das ist mir am allerwichtigsten. Dass die Kinder happy sind mit der Situation und dass sie einfach das Gefühl haben, wir sind eine größere Familie geworden, aber es ist nicht schlechter geworden.

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